Christiane und Hauke Hartmann mit Just Gospel

Presse

A Cappella 2.0 - NATURALLY7 begeisterte mit Vocal Play

Von Arjan Leuschner, Gospelblog


NATURALLY7 - die sieben atemberaubenden Resonanzkörper und Vokal-Artisten aus New York, waren am 17. November 2007 bei der "Soul + Gospel-Night" in der Weststadthalle Essen zu Gast bei ihren Freunden, der Gospel-Formation Christiane und Hauke Hartmann mit Just Gospel aus Dortmund..

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Der Mix war einzigartig: Just Gospel begeisterte mit einer Reihe von Hits der Gospelgrößen Kirk Franklin, Whitney Houston, Stevie Wonder, Fred Hammond, Bryan Duncan sowie John P. Kee, während NATURALLY7, die Band ohne Band mit ihrem einzigartigen und unverwechselbaren Repertoire von 7-stimmigem Contemporary Gospel bis Soul kein Auge trocken ließ.

Den Auftakt zu dieser außergewöhnlichen "Soul + Gospel-Night" machte Just Gospel mit dem swingenden Gospel-Filmhit "I Go To The Rock" (Rendezvous mit einem Engel). Das zehnköpfige Ensemble um Christiane und Hauke Hartmann zog das Publikum von der ersten Sekunde mit und heizte mit ihrer Dynamik ordentlich ein. Hauke Hartmann lud zur Begrüßung alle Gospel- und NATURALLY7-Fans dazu ein, diesen Abend nicht nur als Konzert, sondern als einen modernen Gottesdienst unter Freunden zu feiern.

Jesus is real, der mitreißend-hoffnungsvolle John P. Kee-Song beschrieb anschließend mit einem kraftvollen Solo von Dieter Schulze eindeutig den spirituellen Ort. Die Stimmung erreichte immer wieder neue Höhepunkte. Jan Primke (Christlicher Radio & TV Sprecher. u.A. StationVoice von Crosschannel.de) fegte wie ein Wirbelsturm bei Kirk Franklins Hosanna über die Bühne. Nach diesem Gewitter ließ Hauke Hartmann die Zuhörer wieder durchatmen und führte sie mit The Lord is my shepherd in den Ruheraum Gottes hinein. Es wurde von Freiheit (Free) und Segen (The Lord Just Keeps on Blessing Me) gesungen und das so, dass in der ganzen Halle zu spüren war: Die Menschen auf der Bühne verschmolzen mit den Melodien und Worten, die sie gerade singen.

Obwohl Hauke Hartmann sich durch das Navigationssystem in seinem Auto im letzten Jahr seltener für falsche Routen und Umwege (auf der Straße und im übertragenen Sinn zum gesamten Leben) zu rechtfertigen hatte - der John P. Kee-Song "I won t turn back" ist mit seiner Botschaft nicht nur für ihn eine ehrliche und außergewöhnlich dynamische Positionsbeschreibung.

Ein echter Hingucker für Ohr und Herz kam in der zweiten Hälfte des Programms zum Vorschein. Sarah Hartmann, nach einjährigem Aufenthalt in Australien wieder zurück, ließ ihre unverwechselbare Stimme sicher in allen Lagen glänzen. Gänsehaut und ein paar Freuden-Tränen waren zu beobachten, als sie Paul Mc Cartneys Hit Maybe I´m amazed in der Version von Bryan Duncan sang. Dasselbe bei Kirk Franklins Lean On Me, einem Power-Ohrwurm, der kein Herz ungerührt ließ. Bianca Franke beendete mit dem Klassiker Oh happy day gewohnt souverän und kraftvoll das Programm, das durch die Zugabe von He reigns endgültig abgerundet wurde.

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Hauke ließ es sich nicht nehmen, den Auftritt von NATURALLY7 herzlich anzukündigen, denn schon häufiger haben sie zusammen auf der Bühne gestanden.

NATURALLY7 wiederum haben derzeit die Ehre, mit Michael Bublé auf Tour zu sein und nutzten dessen einwöchige Tour-Pause für eigene Konzerte in Deutschland. Betont cool, jedoch mit großer Freude kam NATURALLY7 nacheinander auf die Bühne und bauten allmählich den eingehenden Groove einer mehrköpfigen instrumentalen Band auf. Die einzige Hardware für ihren Sound: Stimmbänder, Mikrofone und P.A.

Himmlische Harmonien, göttliche Melodien, umwerfende Perfektion sowie Präzision zeichneten den Auftritt dieser 7 sympathischen Sänger aus New York aus. Kaum zu glauben, was man da hört - spielt da nicht doch eine Band im Hintergrund, die den R&B-Groove oder den Hip-Hop-Soul-Funk-Jazz-Mix unterstützt?

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Unglaublich, aber wahr - jeder Ton, jedes Geräusch ist pures Kehlengold - die Jungs sind Weltmeister in der Imitation von Instrumenten und dazu erstklassige Sänger im Close-Harmony-Stil. Sie nennen es Vocal Play bzw. eine Weiterentwicklung des A Cappella-Gesangs. Schlagzeug, Percussion, E-Bass, Gitarre, Scratching, Posaune, Harp, Flöte oder Synthi-Sounds sind nur ein Auszug der vokal-instrumentalen Bandbreite.

Zum Einsatz kam aber auch das Lieblingsspielzeug der Band: Ein Loop-Recorder. Durch überlagerte Echtzeit-Aufnahmen verschiedener Sounds bzw. musikalischer Phrasen, entstanden improvisierte, live eingesungene Grooves, welche Andrew, der Tontechniker gekonnt ein- und ausblendete. Als achter Mann der Band lebte im Hintergrund jeden einzelnen Beat mit und sorgt mit viel Freude für einen lebendigen und ausgewogenen Sound.

Kein Geheimnis machten die sieben Stimmwunder aus ihrer musikalischen Herkunft, der Gospelmusik. Ebenso zeigten sie durch eigene Interpretationen ihre Vorliebe für Hits von Phil Collins. So sangen, musizierten und beteten sie quer durch ihr gesamtes Repertoire von Can Ya Feel It? über Let It Rain, How Could It Be?, bis Harder Than That. Unter die Haut ging außerdem die klanglich ausgereifte und musikalisch hochkarätige Version von Amazing Grace.

Allein wie diese Formation zum Ende des Programms Phil Collins' Welthit In The Air Tonight siebenstimmig sphärisch verwandelte, ist nicht mehr mit Worten zu beschreiben. Kein Wunder, dass sie so locker im Soulhimmel Europas spazieren!

Alles in allem - ein gelungener, musikalisch und atmosphärisch hochkarätige Abend.


Arjan Leuschner, Gospelblog

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