Presse
Christen und Muslime
...bei der „Nacht der Religionen" in der Pauluskirche
Ruhrnachrichten Dortmund - 29. Mai 2007
Die „Nacht der offenen Kirchen" gibt es alle zwei Jahre. Die „Nacht der Religionen" in der Pauluskirche ist dafür ebenfalls alle zwei Jahre ein kleiner Ersatz. Zum zweiten Mal feierte die evangelische Kirche in der Nordstadt in der Pfingstnacht dieses Fest. Diesmal gemeinsam mit der Moschee-Gemeinde „Al Fath" an der Mallinckrodtstraße, die mit der evangelischen Gemeinde schon länger freundschaftlich verbunden ist und kooperiert (RN berichteten).
Vielfalt, Freude und christliches Miteinander vermittelten die Musikgruppen und Gesprächspartner in der Kirche an der Schützenstraße. Bunte, fröhliche Stimmung brachten die rund 50 Mitglieder des Chors „Just Gospel" in die mit knapp 400 Besuchern gut gefüllte Kirche. Zwei Stunden später sorgte dort die muslimische Band „Saad & Brothers" für noch ausgelassenere Stimmung.
Ein „Nachtcafe" mit persischem Gebäck, deutschem Eintopf und anderen Spezialitäten hatten die Mitglieder beider Gemeinden liebevoll auf der Empore eingerichtet. Wie in einem kleinen Restaurant saßen die Gäste dort an weiß gedeckten Tischen. In der Kirche und auf dem Kirchplatz war Dhammananda, ein buddhistischer Mönch aus dem Odenwald, ein begehrter Gesprächspartner. Von seinem Leben in der buddhistischen Begegnungsstätte erzählt der Mönch und vermittelte anschaulich auch mit Meditationen die Ziele der Lehre Buddhas.
„Wir möchten mit Meditation Freude und Harmonie bringen, den Zorn der Menschen überwinden", erzählte der in Sri Lanka geborene Buddhist im orangenen Umhang: „Diese Nacht der Religionen ist sehr schön. Wir Buddhisten sind friedvolle Menschen und akzeptieren anderen Glauben."
Begleitet von Arkadius Malinowski auf einer indischen Laute lud er zur Meditation ein. Gelegenheit dazu hatten die Gemeinden in der Kapelle gegeben, die mit Kissen zu einem muslimischen Gebetsraum umgestaltet worden war.
"Es ist gut vorstellbar, dass wir das Spektrum der Nacht der Religionen um den Buddhismus beim nächsten mal erweitern", freute sich Pfarrer Friedrich Laker über die große positive Resonanz des begeisterten Publikums.
JG