Christiane und Hauke Hartmann mit Just Gospel

Presse

Keine Berührungsängste

Christen, Moslems und Buddhisten feiern die „Nacht der Religionen"

WAZ Dortmund - 29. Mai 2007

Von Martina Lode-Gerke

„Hauptsache, wir glauben an Gott, in welcher Form, ist eigentlich nebensächlich", sagt Pfarrer Friedrich Laker am Pfingstsonntag bei der „Nacht der Religionen" in der Pauluskirche an der Schützenstraße. Zum ersten Mal hatten die evangelischen Gemeinde und die der Al Fath-Moschee das Ereignis gemeinsam vorbereitet und gestaltet. „Wir kennen die muslimische Gemeinde schon seit zwei Jahren. Als es damals in der Moschee gebrannt -hatte, haben wir mit dem Gemeindehaus ausgeholfen. Aus der damaligen Unterstützung ist eine richtige Freundschaft geworden."

Und diese Freundschaft war spürbar - Berührungsängste gab es nicht: Gemeinsam lauschten Christen und Moslems dem Chor „Just Gospel" aus Oespel, der den Besuchern so richtig einheizte. Zu späterer Stunde waren des die Klänge der muslimischen Band „Saad & Brothers" und die Musik der indischen Gruppe „Nava'i". Und auf dem Büffet des Nachtcafes auf der Empore standen orientalisches Gebäck, Eintopf, Käsebrötchen, türkischer Tee und Bier einträchtig beieinander und fanden allgemeinen Zuspruch.

Frieden schaffen, Freundschaft schließen auch über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg sei auch das Ziel des buddhistischen Glaubens, erklärte der ursprünglich aus Sri Lanka stammende Mönch Dhammananda. „Wir Menschen müssen begreifen, dass wir unsere Probleme selbst gemacht haben." Heute lebt er in dem von Deutschen gegründeten buddhistischen Zentrum in Odenwald-Lindenfels. Ziel dieses Zentrums ist die Verbreitung , der buddhistischen Lehre. „So ein Fest der Religionen ist dazu bestens geeignet", so Dhammananda, der ein beliebter Gesprächspartner war.

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