Presse
Schneebälle und Gospel
Ruhr Nachrichten Bochum - 28. November 2005
Advent, Advent... Just Gospel singt! Denn zum Advent gehört es nicht nur, die Kerzen am Kranz zu entzünden. In Bochum ist es mittlerweile Brauch, dass am ersten Adventssamstag das Weihnachtskonzert stattfindet.
So natürlich auch in diesem Jahr. Doch bevor es in der Christuskirche am Rathaus Musik auf die Ohren gab, widmete man sich auch einem Novum. Der Bochumer Adventskalender (wir berichteten) geht die Tage online. Deswegen "überreichte" am Samstag Pfarrer Rainer Meschenat das gute Stück - gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz und Superintendenten Fred Sobiech - der Öffentlichkeit.
Lustige Kostprobe
Leider mussten die Gäste auf eine Video-Projektion des Kalenders verzichten, da das Wetter selbst vor der Christuskirche nicht halt machte. Es sorgte dafür, dass der Beamer beschlug. Aber immerhin hatte Meschenat, der als Religionslehrer der technischen Berufsschule das Projekt betreute, eine kleine Kostprobe dabei. "Lies doch was vom Malmsheimer, der ist immer so lustig", meinten seine Freunde. Gesagt, getan " und so las Meschenat von den Problemen eines Buchhändlers vor Weihnachten und vergrößerte die Vorfreude auf den digitalen Kalender.
Dann kamen die Musikfreunde auf ihre Kosten. Langsam und besinnlich ging es los. Nach und nach wurden Kerzen angezündet " natürlich angefangen mit dem ersten Lichtlein am Adventskranz " bis die ganze Kirche in stimmungsvolles, warmes Licht getaucht war und sanfte Klänge den Raum erfüllten.
Aber es blieb nicht nur sanft. Nachdem die Grundformation von "Just Gospel" und die "Just Gospel Band" auf der Bühne war, kam die ganze Gospel Familie dazu, bis schließlich 76 Leute auf der Bühne standen. Gemeinsam sorgten sie für einen schwungvollen Einstieg in die Vorweihnachtszeit.
Mit Solo-Gesängen und Piano-Einlagen zeigte sich die Musik äußerst abwechslungsreich. Denn auch wenn Gospels meistens fröhlich klingen, sei immer ein bisschen Leid in den Liedern drin, wie die Dirigentin Christiane Hartmann erklärte. Das zeigte das Lied "I opened my mouth" eindrucksvoll. "Als ich das zum ersten Mal hörte, bekam ich gleich eine Gänsehaut", erzählte Hartmann. Auch Klassiker wie "Jesus is the answer" und "Winter wonderland" durften nicht fehlen. Das Winterwunderland präsentierte sich gar liebreizend vor der Kirche und einige nutzten in der Pause die Gunst der Stunde, um Schneebälle fliegen zu lassen.
Das Treiben in der Pause verstärkte nur die familiäre Atmosphäre, die bei "Just Gospel" einfach dazu gehört. Die kommt nicht von Ungefähr, denn schließlich sind auch die Leute am Getränkeausschank und die anderen fleißigen Helfer Teil der "Just Gospel Family".
Funke erreichte Herzen
Hauke Hartmann hoffte schon zu Beginn des Konzertes, "dass der Funke überspringt" und das Herz der Zuhörer erreicht. Das hat er getan und bei "O Happy Day" " bei dem Hartmann-Tochter Sarah glänzte " standen alle gemeinsam im Gotteshaus und freuten sich über den "glücklichen Tag".
Sebastian Ritscher